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Große Trauer im österreichischen Sport – Leo Windtner verstorben

Am 8. August 2025 ist Leo Windtner, nur wenige Wochen vor seinem 75. Geburtstag, verstorben. Österreich verliert damit eine Persönlichkeit, die den heimischen Sport – allen voran den Fußball – über Jahrzehnte hinweg mit Weitblick, Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein geprägt hat.

Engagement weit über den Fußball hinaus

Leo Windtner verstand es wie kaum ein anderer, Sportpolitik, Vereinsarbeit und menschliche Werte miteinander zu verbinden. Als langjähriger Präsident des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) setzte er entscheidende Impulse für die Entwicklung des Sports im Land. Auch in seiner Rolle als Vorsitzender der Fachverbände in der Sport Austria trat er stets für Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und einen starken, geeinten Sport in Österreich ein.

Vizekanzler Andreas Babler würdigte ihn als „herausragenden Visionär und Wegbereiter des heimischen Fußballs“, Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt hob seinen unermüdlichen Einsatz für die gesamte Sportlandschaft hervor.

Wurzeln und Wirken in Oberösterreich

Sein Engagement nahm in Oberösterreich seinen Anfang: 1991 trat Windtner in den Vorstand des Oberösterreichischen Fußballverbandes (OÖFV) ein, ab 1996 führte er den Verband als Präsident. Unter seiner Leitung entstanden wegweisende Initiativen wie die Nachwuchsförderung „Der Österreichische Weg“, der Umzug der Geschäftsstelle ins „Leo Windtner Haus“ sowie die Digitalisierungsoffensive „Fußball Online“.

2009 wurde er zum Präsidenten des ÖFB gewählt, ein Amt, das er bis 2021 mit Herzblut ausfüllte. In dieser Zeit feierte der österreichische Fußball historische Erfolge – darunter die EM-Teilnahmen der Herren 2016 und 2021 sowie den sensationellen Einzug des Frauennationalteams ins EM-Halbfinale 2017.

ASVOÖ würdigt verbindende Persönlichkeit

„Leo Windtner war ein Mann des Sports, der es wie kaum ein anderer verstand, Brücken zu bauen. Er war nicht nur eine prägende Figur des Fußballs, sondern auch ein Förderer des gesamten Sports in Österreich. Sein Engagement für die Gemeinschaft und seine Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, werden uns fehlen“, betont ASVOÖ-Präsident Peter Reichl.

Der ASVÖ Oberösterreich spricht den Angehörigen in diesen schweren Stunden seine aufrichtige Anteilnahme aus. In vielen Sportstätten des Landes wird in den kommenden Tagen seiner Verdienste gedacht – und das Andenken an ihn wird weit über den Fußball hinaus weiterleben.

Fotocredit: GEPA

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